Selbstverständlich sind folgende 6 Punkte für das optimale App-Design nicht abschliessend.
Aber wenn Du diese einhälst und dazu noch eine gute und nutzbringende Idee hast, wirst Du mit mit Deiner App mit grosser Wahrscheinlichkeit Erfolg haben.
Der 6-Punkte-Plan
- Optimale Flächennutzung
In der Regel stehen 320×480 Pixel bei einer Auflösung von 163 dpi zu Verfügung. In der Tat sollte ein Minimum von 5×5 Millimetern nicht unterschritten werden. Zu viele Informationen auf einer kleinen Fläche sind nicht ideal. Die Gestaltung sollte grosszügig sein und kleinteiliger Inhalt vermeiden. Navigationsflächen sind in ihrer Grundgestaltung standardisiert rund oder quadratisch und Schaltflächen deutlich gekennzeichnet. Plastisches Design erzeugt übrigens einen haptischen Eindruck – als könnte man es anfassen. - Starke Kontraste
Umgebungseinflüsse, aber auch grosse Farbtiefe moderner Displays beeinflussen die Erkennbarkeit auf dem Screen. Starke Kontraste erhöhen hier die Usability spürbar. - Joy of Use
Das iPhone macht nicht nur Spass, es ist richtungsweisend in der Bedienung: Interface-Designs sollten natürlich Gesten nutzen und verstärken: Wischen, blättern, skalieren, schütteln – das sind nicht nur ergonomische, sondern mittlerweile auch iPhone-Standards. Das beliebteste Gadget beim Bild.de-App ist als Beispiel das “Seite-3-Girl”: Um es bis auf die Unterwäsche auszuziehen, muss das iPhone geschüttelt werden… Charmante und authentische Animationen sind willkommene Feedback-Elemente. Noch einmal in aller Deutlichkeit: Der Mensch will spielen und Spass haben, ist grundsätzlich ein neugieriges Wesen – also bedienen wir doch diese Eigenschaften. - Navigation
Setzen auf vertraute Standards: Experimente sind nur dann zulässig, wenn sie Spass machen und nachvollziehbar sind. So ist zum Beispiel die Blick-App mit einer eher dürftigen Navigation (man muss immer wieder zurück zum Ursprung) suboptimal, der Tagi oder 20 Minuten hier wesentlich besser abschneiden (weitere Artikel sind jeweils unten angehängt). Eigentlich sollte dies ja klar sein… - Simplicity
Navigationsstrukturen sind oft komplex, gerade im Internet. Bei Smartphones allerdings gilt das oberstes Gesetz der Einfachheit. Vertraute Dinge oder Metaphern visualisieren hochkomplexe, technische Abläufe. Ein hierzu gutes Beispiel ist die Bloomberg-App: komplexe Sachverhalte und Feeds werden mit den iPhone-typischen Elementen (siehe Joy of Use) ausgestattet und wird dadurch einfach bedienbar. - Spürbarer Response
Smartphones reagieren ad hoc! Jedes Feedback eines Endgerätes muss nicht nur unmittelbar, sondern auch auffällig erfolgen. Hier leisten häufig Spezialeffekte wie zum Beispiel “Hintergrund-Abdunkeln” (Lightbox und dergleichen) hilfreiche unterstützung. Oder einen klaren Lade-Hinweis in Form von “sich-füllenden-Balken” wie beim Tagi sind gut.
Meine App wurde abgelehnt – was tun?
Um das Risiko von etwaigen Beanstandungen zu reduzieren, solltest Du dich per Google-Suche nach den Schlagwörtern “iPhone app rejection” schon mal vorab über die wichtigsten Ablehnungsgründe informieren. Apple kann ziemlich restrikiv sein – dies insbesondere bei Bildern nackter Frauen. Selbstverständlich muss der Code in Ordnung sein und die App darf keine gravierenden Bugs haben.
Also genau die Apple-Bestimmungen einhalten und sauber programmieren – so sollte es eigentlich kein Problem sein, Deine App über den App-Store zu sharen.
Wo stehe ich mit meiner App?
Ist der App-Launch endlich geschafft, fängt die Arbeit – wie im Web üblich – erst an: iTunes Connect informiert über Download-Zahlen. Die App-Bewertung durch die Nutzer gibt schnell eine Einschätzung, ob Idee und Umsetzung beim User ankommen. Bei Kritik gilt es, möglichst schnell zu reagieren in Form von Updates – oder die App wieder ganz von der Plattform zu nehmen.
